Herbstmilch 

 

Freitag, 09.03.2018, 20.00 Uhr
Württembergische Landesbühne Esslingen
Theaterstück nach dem Buch von Anna Wimschneider 

Ein niederbayerisches Dorf im Jahre 1927: Mit dem Tod der Mutter endet schlagartig die Kindheit der achtjährigen Anna. Fortan muss sie den Haushalt übernehmen und versorgt nicht nur ihren Vater, sondern auch ihre acht Geschwister. Sie kocht, putzt, flickt und kümmert sich um das Vieh. Die Schule kommt dabei oft zu kurz. Auf einem Fest lernt Anna den sympathischen Jungbauern Albert Wimschneider kennen. Die beiden erzählen einander ihr bisheriges Leben, kommen sich in diesen Gesprächen immer näher. Obwohl Alberts Mutter und zunächst auch Annas Vater gegen die Verbindung sind, heiraten die beiden. Nur elf Tage später bricht der Zweite Weltkrieg aus. Albert wird eingezogen und Anna ist erneut auf sich allein gestellt, sie bewirtschaftet den Wimschneiderschen Steinhof und pflegt die kranken Verwandten (zwei Onkel, eine Tante) ihres Mannes. Vor allem ihre Schwiegermutter macht ihr dabei das Leben schwer. Doch Anna, die schon früh erwachsen werden musste, lässt sich nicht unterkriegen.

Die Bäuerin Anna Wimschneider erzählt in „Herbstmilch“ ohne Selbstmitleid und Sentimentalität von ihrem entbehrungsreichen Leben in einer bäuerlichen Welt, geprägt von Starrheit, Aberglauben und festen Hierarchien. Anna Wimschneider verleiht den einfachen Bauern eine Stimme und bewahrt ihre Geschichten vor dem Vergessen. In Sabine Bräunings Theaterfassung erzählen zwei Frauen Annas berührende Geschichte.

Anna Wimschneider (geb. Traunspurger) wurde 1919 in Weng im niederbayerischen Rottal geboren. 1939 heiratete sie Albert Wimschneider; aus der Ehe gingen drei Töchter hervor. Nach längerer Krankheit schrieb sie 1983 ihre Lebenserinnerungen für ihre Kinder und ihre Enkel auf. Ihr Schwiegersohn legte darauf die Aufzeichnungen dem Piper-Verlag vor, der sie 1984 unter dem Titel "Herbstmilch - Lebenserinnerungen einer Bäuerin" herausbrachte. Ihre Autobiografie wurde zum Bestseller. Zum weiteren Ruhm des Buches trug auch die Verfilmung aus dem Jahr 1989 von Joseph Vilsmaier bei, der mit ihr sein Regie-Debüt gab.

Am 1.1.1993 starb Anna Wimschneider in Pfarrkirchen.

Die Regisseurin Sabine Bräuning wurde 1959 in Ravensburg geboren und absolvierte ihre Schauspielausbildung bei Jacques Lecoq und Philippe Gaulier in Paris. Es folgten Engagements in Wuppertal, Würzburg, Esslingen und Freiburg. Von 1997 bis 2005 arbeitete sie freischaffend, v.a. in Stuttgart, Freiburg, Tübingen und Saarbrücken. Von 2008 bis 2012 absolvierte sie eine Ausbildung zur Theaterpädagogin. Seit 2008 hat sie einen Lehrauftrag an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart. Nach dem Abschluss ihrer Ausbildung zur Theaterpädagogin begann sie, neben ihren Engagements als Schauspielerin, auch  Theaterprojekte mit Jugendlichen, vor allem an der Waldorfschule in Esslingen, zu realisieren. Seit der Spielzeit 2014/15 ist Sabine Bräuning erneut an der WLB Esslingen engagiert (sie war bereits von 1980-1982 und von 1986-1989 an der WLB engagiert). „Herbstmilch“ ist ihre erste Regiearbeit an der WLB.

Für die Bühne bearbeitet von Sabine Bräuning

Inszenierung: ............................... Sabine Bräuning

Ausstattung: ................................ Katrin Busching

Dramaturgie: ................................ Matthias Göttfert

Mit: Elsa (Barbara Stoll), Nelly (Katja Uffelmann)

Schtonk! 

 

Sonntag, 11.03.2018, 19.00 Uhr
Württembergische Landesbühne Esslingen
Theaterstück 

Der schmierige Skandalreporter Hermann Willié ist seit kurzem stolzer Besitzer der Carin II., der etwas heruntergekommenen Yacht des von ihm hochverehrten Reichsmarschalls Hermann Göring. Leider hat er sich mit dieser letzten Investition finanziell verhoben. Nun ist er auf der Suche nach einem echten, einem richtigen Knüller, einem journalistischen Knaller sozusagen. Als er auf "Prof. Dr." Fritz Knobel, einen Verkäufer von Historika und Antiquitäten (und ganz nebenbei "offizieller Kunstmaler des Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg") trifft, scheinen seine kühnsten Träume wahr zu werden. Denn Knobel bietet ihm etwas an, von dem niemand geahnt hatte, dass es existieren würde: Das geheime Tagebuch des Führers! "Adolf Hitler privat! Ein Mensch wie du und ich!" Willié wittert seine Chance: Und da Hamburg bekanntermaßen die deutsche Pressestadt ist, schaut die ganze Welt zu, als es veröffentlicht wird. Nach ersten Gutachten scheint alles seine Richtigkeit zu haben, doch dann sehen ein paar Leute etwas genauer hin - und der erwartete Knüller wird zum fatalen Donnerschlag.

Im April 1983 erklärte das Magazin "Stern", dass sich Adolf Hitlers geheime Tagebücher in seinem Besitz befänden. Wenige Tage später beginnt die Veröffentlichung von Tagebuchauszügen. Es dauert nur zwei Wochen, bis eine BKA-Untersuchung bescheinigt, dass es sich bei den Büchern um eine Fälschung handelt. Über neun Millionen D-Mark hatte der Stern bis dahin für insgesamt 62 Bände an den Fälscher Konrad Kujau bezahlt. Helmut Dietl und Ulrich Limmer haben 1992 den Skandal unter dem Titel "Schtonk!"verfilmt. Ihre groteske wie geniale Komödie findet nun erstmals den Weg auf die Bühne.

Othello

 

Freitag, 16.03.2018, 20.00 Uhr
Rheinisches Landestheater Neuss
Tragödie

Der Feldherr Othello gilt aufgrund seiner fremdländischen Herkunft in der Republik Venedig trotz seiner militärischen Verdienste als Außenseiter. Als er seinen Fähnrich Jago mit einer Beförderung übergeht, reißt Jago der Geduldsfaden. Aus diversen Gründen hat sich in ihm der Hass gegen seinen Feldherrn aufgestaut. Und als sich Othello heimlich mit Desdemona, Tochter eines einflussreichen Senators, verbindet, nutzt Jago seine erste Chance zur Rache: er macht die Hochzeit publik, Othello wird von Desdemonas Vater vor Gericht gezerrt. Doch die Stadt braucht Othello zur Verteidigung der Insel Zypern gegen die Türken. Die Klage wird zurückgestellt, Othello und Desdemona, die ihren Gatten nicht verlassen will, schiffen nach Zypern aus. Doch Jagos Hass ist weiterhin ungebrochen und er zettelt eine Intrige an, durch die er nicht nur Othellos Glauben an Desdemonas Treue nachhaltig erschüttert, sondern die auch diverse blutige Opfer fordert.

„Othello“ ist die bekannte Geschichte von einem vor Eifersucht rasenden Mann, der in seiner Maßlosigkeit seine Frau umbringt, weil er zu ihr weniger Vertrauen hat als zu seinem Untergebenen. Ein Mann, der nach der Wahrheit sucht und doch immer nur neue Lügen und Intrigen findet. Doch „Othello“ ist nicht nur ein reines Eifersuchtsdrama, sondern fordert uns gerade heute zu einer Auseinandersetzung mit Außenseitertum, Diskriminierung und Fremdenhass heraus. 

 

SoulKitchen

 


Sonntag, 18.03.2018, 19.00 Uhr
Landestheater Detmold
Schauspiel mit Live-Musik, nach dem gleichnamigen Film von Fatih Akin und Adam Bousdoukos

„Soul Kitchen" liefert Futter für die Seele. Erzählt wird die Geschichte des Deutschgriechen Zinos, dem Besitzer eines eher semi-erfolgreichen Imbisses. Fertigpizzen und lappige Pommes mit Mayo machen das „Soul Kitchen" nicht unbedingt zu einem Gourmet-Tempel, für die Stammkundschaft ist es dennoch die beste Kneipe der Stadt. Geradeso kann Zinos sich und die Crew über Wasser halten. Bis er es mit den Bandscheiben zu tun bekommt, seine Freundin Nadine aus Karrieregründen nach Shanghai abhauen will und zu allem Überdruss auch noch das Finanzamt auftaucht.

Rettung naht, als Zinos durch Zufall auf den messerwerfenden Küchenchef Shayn triff. Die Gaumen der Kundschaft brauchen zwar etwas, bis sie dessen Kochkünste zu schätzen wissen, doch das „Soul Kitchen" – mittlerweile auch Bandprobenraum – avanciert schnell zum Szene-Lokal. Im „Soul Kitchen" wird gestritten, geliebt und exzessiv gefeiert. Für eine kurze Zeit scheint alles rund zu laufen und Zinos auf der Sonnenseite des Lebens zu stehen. Bis sein kleinkrimineller Bruder während seines Freigangs in alte Muster verfällt und ein ehemaliger Schulfreund sich als windiger Immobilienhai mit Vorliebe für neue Bürokomplexe entpuppt. Doch Zinos lässt sich von alldem nicht unterkriegen...

Das Stück nach dem vielfach prämierten Kultfilm von Fatih Akin und Adam Bousdoukos ist eine rasante Komödie mit subtilem Witz über Überlebenskünstler mit dem Herz am rechten Fleck.

Varieté Olymp
  

Freitag, 12. Oktober 2018, 20.00 Uhr
Hohenloher Figurentheater
Schauspiel mit großen Marionetten

Die Trauer hinter der Maske

 ... eine Liebesgeschichte ... ein Mord ... ein Krimi

Was geschieht, wenn man Theater mit Zirkus kreuzt? Die lose Folge artistischer Nummern aus der Arena auf die Theaterbühne holt? Man erhält das Varieté – jenen Ort, den schon bei bloßer Nennung eine wohlige Aura der Anrüchigkeit umweht.

Als zu Beginn des 19. Jahrhunderts die Städte anwuchsen und das Bürgertum erstarkte, bedurfte es einer neuen Form urbanen Vergnügens, die allen – vom Adligen bis zur Prostituierten – zugängig war. Die einfache Erfolgsformel lautete: „Wein, Weib und Gesang“, und (weibliche) Gesellschaft. Wenige Jahrzehnte später ergänzten artistische und tänzerische Einlagen das Unterhaltungs­angebot und die Etablissements erhielten den Namen „Varieté“. Um 1860 war daraus schon eine eigenständige Kunstgattung geworden – noch immer allerdings mit zweifelhaften Leumund. Der künstlerische Anspruch des Varietés stieg zur Jahrhundertwende und erreichte seinen Höhepunkt im brodelnden Kochtopf der abgründigen guten Laune der „Goldenen Zwanziger“. Für das Jahr 1922 z.B. erfasste das Statistische Jahrbuch für Berlin 170 Varietés – manche davon mit über 1.000 Zuschauerplätzen!

Spätestens zu dieser Zeit hielten auch Varieté-Puppen auf den großen Bühnen Ein­zug. Trick-Puppen für unterhaltsame Zwischenspiele in längeren Marionetten- oder Handpuppenstücken gab es da schon mehrere hundert Jahre lang. Ihr besonderer Reiz bestand in der Fähigkeit, Kunststücke vollbringen zu können, die menschlichen Artisten verwehrt bleiben: die Körpergröße in alle Extreme verändern, in Einzelteile zerfallen und wieder auferstehen, der Schwerkraft ein Schnippchen schlagen.

Für Puppenbauer wie –spieler ist es eine Tüftelei, die gut gelernt sein will, die Artisten zum Leben zu erwecken. Die Puppenspieler des Hohenloher Figuren­theaters haben das Kunststück im Verbund mit den begnadeten Puppenbauern Barbara und Günter Weinhold vollbracht: In „Varieté Olymp“ nehmen sie uns mit original Trick-Marionetten mit ins ­zwielichte Milieu der Varietés:

20 Jahre sind seit den tragischen Ereignissen um Martha Lecoeuer, Star des Varietés Olymp, ihren wechselnden Liaisons und dem ­vermuteten Mord an ihrer Tochter vergangen. Heute stehen die Künstler von einst wieder gemeinsam auf der Bühne: der Clown, der Magier, die Sängerin – doch die Vergangenheit hat auf jedem ihre düsteren Spuren hinterlassen. Während die Zuschauer das Unterhaltungsprogramm genießen, spitzt sich die Lage hinter den Kulissen zu. 

Mutter Courage und ihre Kinder




Samstag, 13.10.2018, 20.00 Uhr
Burghofbühne Dinslaken
Drama von Bertolt Brecht - Musik von Paul Dessau – Live-Musik

"Ich lass mir den Krieg von euch nicht madig machen. Es heißt, er vertilgt die Schwachen, aber sie sind auch hin im Frieden. Nur, der Krieg nährt seine Leute besser.“

Mutter Courage will Kriegsgewinnlerin sein in einer Welt, in der das Recht des Stärkeren gilt und das Primat der Ökonomie Mitgefühl, Solidarität und Menschlichkeit verdrängt. Gemeinsam mit ihren Kindern zieht sie dem Krieg und seinen Truppen hinterher. Sie verkauft den Soldaten ohne Rücksicht auf Verluste und Moral alles, was diese vermeintlich brauchen, um zu siegen oder zumindest das eigene Leid zu betäuben und ein funktionierendes Rädchen im Räderwerk der Mächtigen zu bleiben. Doch am Ende kann auch Mutter Courage ihre ganz persönliche Schlacht nicht gewinnen. Sie verliert ihre Kinder Kattrin, Eilif und Schweizerkas und alles, was sie hat, durch einen Krieg, den sie selbst befördert hat.

Mit seiner Mutter Courage hat Brecht eine der prägnantesten Theaterfiguren erschaffen - voller Überlebenswillen, Humor und Kraft. Für seine Inszenierung 1949 am Deutschen Theater in Berlin ließ er den Musiker Paul Dessau eine neue Komposition der Songs erarbeiten, die seither Teil des Werks ist. Brechts Analyse des Krieges als „eine Fortführung der Geschäfte mit anderen Mitteln“ ist auch 400 Jahre nach dem Dreißigjährigen Krieg erschreckend aktuell und ebenso drängend wie seine unbedingte Hoffnung, „dass für die Bekämpfung des Krieges kein Opfer zu groß ist.“

Die Abenteuer von Pettersson und Findus

 

Sonntag, 14.10.2018, 15.00 Uhr
Burghofbühne Dinslaken
Ein Familienstück von Sven Nordqvist; Für große und kleine Kinder ab 4 Jahren

 „Einer für alle und niemals allein!“

Ein bisschen verrückt finden die Dorfbewohner den alten Pettersson schon, der auf seinem Hof lebt und mit den Tieren spricht, allen voran mit seinem Kater Findus. Sie ahnen aber nicht, dass es sich bei Findus um keinen gewöhnlichen Kater handelt, sondern um einen frechen Abenteurer und naseweisen Schelm. Am liebsten hat es Findus, wenn sich alles um ihn dreht, deshalb hat er auch mindestens dreimal im Jahr Geburtstag. Heute zum Beispiel. Deswegen ist es seiner Laune auch eher abträglich, dass ihm Hahn Caruso mit seinem Gekrähe die Show stiehlt. Um ihn los zu werden, wird er erfinderisch. Das ist auch nötig, denn auch beim Fleischbällchenpflanzen, Riesenhechtangeln oder beim Stierkampf sind clevere Ideen und viel Geschick gefragt. Nur gut, dass sich Findus immer auf den liebevollen Pettersson verlassen kann.

„Die Abenteuer von Pettersson und Findus“ verbindet die schönsten Geschichten der bekannten und ungleichen Freunde miteinander und erzählt von ihrem witzigen, manchmal gefährlichen, aber immer aufregenden Leben auf Petterssons Hof, auf dem sich am Ende des Tages alle einig sind:
 „Wir finden‘s schön hier zusammen zu sein. Einer für alle und niemals allein!“

 

Maria, ihm schmeckt´s nicht

  

Freitag, 19.10.2018, 20.00 Uhr
Westfälisches Landestheater Detmold
Komödie

Da sind sie, Jan und Sara, bei Saras Eltern in Krefeld, um ihnen mitzuteilen, dass sie heiraten wollen. Während für Sara die Sache ganz einfach ist, findet sich Jan mit einem Blumenstrauß in der Hand im Wohnzimmer wieder, bei Antonio – Saras Vater, Italiener! Der Pistazien knackt und ihn nicht beachtet. Doch die Nachricht schlägt ein und nach den ersten sorgenvollen Gedanken („Den da? Ursula, das Kind will uns verlassen.“) bremst nichts mehr Antonios Freude, einen neuen Sohn zu haben. Es wird gefeiert, der neue Schwiegersohn wird der Nachbarschaft präsentiert, mit allen Freunden (das sind viele) muss angestoßen werden, nachts kontrolliert der angehende Schwiegervater im Schlafzimmer des Paares, ob die „Kombination von warmer Temperatur und frischer Luft“ stimmt, und am nächsten Tag beim Spaziergang durch die Reihenhaussiedlung (in der noch mehr Freunde wohnen …) werden Jan die grundlegenden Wahrheiten des Lebens verkündet (z. B. dass es nur zwei Gegenden in Europa gibt, in denen ordentlich, d.h. in absoluter Weltklasse Fußball gespielt wird: In ganz Italien und in Krefeld).
Bald nach der Hochzeit geht es gemeinsam nach Italien, um Jan richtig in die Familie einzuführen. Probleme werden erfolgreich und sehr dynamisch gelöst, Sprachschwierigkeiten durch Leidenschaft überwunden, Fragen über die angemessene Essensration werden endgültig geklärt („Nimm noch von dem Schinken! Er schmeckt Dir nicht? Maria, ihm schmeckt’s nicht! Doch natürlich! Na also, auch noch bistecca?“) und historische Feindschaften mit dem verfemten Familienzweig gepflegt.

Wir erleben einen liebevollen Einblick in das Leben einer italienisch-deutschen Familie, die Sorgen und Freuden des Alltags, die prägenden Erfahrungen der ersten Jahre in der verheißungsvollen Fremde, die Erfolge und Misserfolge eines Lebens als »Gastarbeiter«. Im Mittelpunkt steht der Patrone – Antonio – ein Mensch, dessen positive Haltung zum Leben ihn zu einem Charakter macht, dessen Energie seine gesamte Umgebung prägt und inspiriert.
Jan Weiler, in Meerbusch geboren, arbeitete nach seinem Studium an der Journalistenschule in München mehrere Jahre für die Süddeutsche Zeitung. Von 2000 bis 2005 war er Co-Chefredakteur des SZ-Magazins. Er schreibt regelmäßig Kolumnen für den „Stern“ und die „Welt am Sonntag“. Im Jahr 2003 veröffentlichte er sein Erfolgsbuch „Maria, ihm schmeckt’s nicht“, in dem er fiktional über das Leben seines Schwiegervaters und seiner italienischen Familie erzählt. Mittlerweile ist das Buch in der 49. Auflage erschienen, 2009 kam die Verfilmung mit Christian Ulmen in die Kinos.

Campingplatz Sardella

 

Samstag, 20. Oktober, 20.00 Uhr
Freie Bühne Neuwied
Komödie mit Live-Musik

Für viele ist Camping die ganz große Leidenschaft und es kommt keine andere Art von Urlaub in Frage. Selbstverständlich wird jedes Jahr der selbe Campinglatz an der Adria angesteuert. Und wie könnte es anders sein, der Platz ist fest in deutscher Hand. Geführt wird der Campinglatz von Gianluca Spirelli, der früher einmal der Platzwart im berühmten Fußballstadion von Mailand war und irgendwie noch immer denkt, er würde genau dort arbeiten. Doch die Urlauber, zumindest die meisten, haben sich an seine Art gewöhnt und kommen auch gerade wegen Gianluca jedes Jahr wieder auf diesen Platz. So kommt das nette Ehepaar Beutlin aus Berlin schon seit fast 15 Jahren immer wieder in den Sommermonaten. Doch auch neue Gäste mischen sich unter die illustre Schar von Campern wie etwa Bärbel, die Hippi-Braut die hofft, hier ihre innere Ruhe und die ultimative spirituelle Energie zu finden. Alles scheint wie immer zu sein und alle Gäste fühlen sich wohl. Doch Gianluca quälen Sorgen, denn der neureiche Amerikaner Bernd Baiser will den Campingplatz kaufen, um genau dort eine Sardellenfabrik aufzubauen. Gemeinsam sucht man nach einer Lösung, denn so leicht lassen sich die Gäste und auch Gianluca ihr geliebtes Plätzchen an der Adria nicht nehmen.

 Eine turbulente Geschichte entspinnt sich, die gespickt ist mit den unterschiedlichsten Liedern!

 Gespielt wird das Stück, welches wieder aus der Feder von Boris Weber stammt, Tammy Sperlich, Boris Weber und am Klavier Holger Kappus.